»Wahrheit per Fernbedienung« - mit dieser temporeichen Komödie schlug
die Theatergruppe der »Sängerlust« Oppenrod das Publikum in der
Rahberghalle in ihren Bann. (Foto: siw)
Das intrigenreiche und witzige Stück bot viel Stoff für die
Lachmuskeln. Textsicher waren die Laienschauspieler, Mimik und Gestik
stimmten, und ein zufriedenes Publikum dankte dafür mit viel Applaus.
Intrigenreiches und witziges Stück
(Gießener Allgemeine vom 13.12.2009)
Vermögend war der wehleidige Bauer Hugo Frischlinger (gespielt von Markus Sälinger), nachdem seine Äcker zu Bauland geworden waren. Drum fiel es ihm leicht, ein Grundstück der Gemeinde zu stiften. Dafür sollte er einen Orden bekommen. Unglücklicherweise verzögerte sich der Zeitpunkt der Verleihung, weil das Paket mit den Orden geklaut wurde. Nun wartete Hugo sehnsüchtig auf den Anruf von Bürgermeister Reinl, der ihm den Termin mitteilen wollte. Katja Maigler, als des Bauers Verlobte Roswitha, hatte sich gleich drei Kleider bei der Schneiderin anpassen lassen, schließlich wisse sie ja nicht, welches Wetter am Tag der Ordensverleihung herrsche und ob der Festakt im Schloss oder auf dem Schlosshof stattfinden würde. Auch sonst konnte man unschwer erahnen, dass es der jungen Verlobten nicht schwer fallen würde, das Geld ihres Zukünftigen unter die Leute zu bringen.
Kati, die Tochter des Bauern (Katharina Schäfer), ausgestattet mit einem gesundem Menschenverstand, rebellierte gegen ihre zukünftige Schwiegermutter. Voll den Durchblick hatte Haushaltshilfe Anni (Ute Scheld), die deshalb auf der »Abschussliste« der zukünftigen Hausherrin stand. In der Rolle des Heilpraktikers, Victor Rosenwasser verschrieb Alex Bachmann dem Millionenbauer so allerlei Mittelchen. Hilfe sollten dem eingebildeten Kranken Heilsteine bringen, die kontinuierlich in den Backen bleiben mussten, und ein wärmendes Brennnessel-Kissen. »... das ist ein Rezept aus dem Vogelsberg, ebenfalls gut für das Gedächtnis und gegen Hühneraugen«, so Bachmann, der bravourös sein Debüt als Laienschauspieler gab. »Einer, der bereits Bühnenerfahrung im kleinen Provinztheater in Gießen gemacht hat, bevor er auf die große Bühne nach Oppenrod kam, ist Walter Heck«, erfuhren die Gäste in der Vorstellungsrunde durch den »Sängerlust«-Vorsitzende Martin Kauer.
Als Iwan Pawlowitsch Pustipopow gab Heck eine überzeugende Vorstellung, die russische Abstammung hätte man ihm glatt abgekauft. Der Geschäftsmann konnte aber weder bei Frischlinger mit seiner Geschäftsidee (eine Kavierzucht in dessen Baggerseen anzusiedeln) noch bei Kathi mit seinen amourösen Annäherungsversuchen landen. Mehr Glück hatte er alsdann bei Roswitha, die er in einer Art »Interessengemeinschaft« für seine Machenschaften gewinnen wollte. Er umwarb sie heiß und mit Erfolg: »Ich werde auf ihr spielen wie auf einer Balalaika und sie wird dafür sorgen, dass sich Frischlingers Geld in meinen Taschen stapelt«, dachte er und zwar laut, denn just in diesem Moment hatte der Bauer auf den Knopf der wundersamen Fernbedienung gedrückt.
Nun hörte Frischlinger einiges, was nicht für seine Ohren bestimmt war. Er erkannte, dass er ausgenommen werden sollte wie eine Weihnachtsgans und zog das Fazit: »Ich fange jetzt ein neues Leben an, und zwar am besten mit Wegschmeißen.« In die Tonne vkloppte er als allererstes die vielen nutzlosen Heilmittelchen und wurde dabei von Tochter Kati und der treuen Seele Anni unterstützt. Zu schade zum Wegwerfen war das teure Kleid, das eigentlich Roswitha zur Ordensverleihung tragen wollte. Es wurde Anni geschenkt, die auch gerne die Einladung Frischlingers zu seinem ehrenvollen Ereignis annahm. Ach ja, beeindruckt von Rosenwasser und seiner Wünschelrute blieb wohl auch Kati nicht mehr lange solo... .
Eingestimmt auf einen unterhaltsamen Abend hatte der Männerchor mit »Warum bist du gekommen«, der Chor »O-Ton« schloss sich mit »Rhythm of live« an, und beide Chöre intonierten gemeinsam »Tröstet mein Volk«.
»Happy Birthday« sangen Besucher und Akteure für Annika Sälinger, die
am Samstag acht Jahre alt wurde. Dies hatte der Vorsitzende Kauer
verraten, als er sich bei allen Akteuren auf der Bühne und Helfern
hinter und vor der Bühne bedankte. Als Theaternachwuchs hatte Annika
mit Bruder David einen kleinen Auftritt absolviert. Mutter Renate
betätigte sich als Souffleuse. Sie wurde von Sabine Erfurth und Ellen
Wiegel unterstützt, Bettina Regen übernahm die Maske. Ein besonderer
Dank galt Lydia Rullmann, die sich seit 1991 als Regisseurin einbringt.
Der gemischte Chor »O-Ton« und der Männerchor des Gesangvereins »Sängerlust« Oppenrod beim Abschlusslied. (Foto: siw)
Pfarrer
Wolfgang Kratz und Mitglieder des Kirchenvorstandes hielten feierlich
Einzug in die Kirche und brachten das Kruzifix und die Bibel an ihren
angestammten Platz auf dem Altar zurück.Unterm neuen Dach auf die besinnliche Zeit eingestimmt (Gießener Allgemeine vom 30.11.2009)
Gäbe es die Adventszeit noch nicht, dann müsse man sie erfinden, meinte Pfarrer Kratz Nac heiner langen Aufzählung von Daten und Fakten, über die man sich in dieser Zeit freuen könne. Zunächst freute er sich aber, so viele Gottesdienstbesucher begrüßen zu können, und natürlich auf die Gesangsdarbietungen der verschiedenen Formationen des Gesangvereins »Sängerlust Oppenrod«.
Nach dem Gemeindelied »Macht hoch die Tür« erklang die Stimme von
Wilfried Jung. Nacheinander fielen Martin Kauer, Michael Blöcher und
Matthias Schulze in einen vierstimmigen Gesang von »Come, all who
thirst« (Luigi Cherubini) ein. Die Genannten (es fehlte Frank Gerhard)
nennen sich »Mikrolust«, erheben ihre Stimmen aber auch im gemischten
Chor »O-Ton« und im Männerchor. Als nächstes gaben sie ein Mundartstück
zum Besten: »Do woar ich froiher d’heem«, eine Hommage an die
Kinderzeit und an die Heimat.
Dirigent dieser drei Sängerlust-Gruppen ist Matthias Schulze, der es
vorzüglich versteht, Motivation und Freude am Singen zu wecken und zu
erhalten. Ist er ohnehin vor Ort, so wird er auch gleich als Organist
verpflichtet.
Stimmungsvoll dann das Lied »Weihnachtsstern«, vorgetragen vom Männerchor, dem das bekannte Trommellied folgte, anrührend danach das traurige Liebeslied »Warum bist du gekommen« und Mut machend Mendelssohn-Bartholdys »Hebe deine Augen auf zu den Bergen«.
Nachdem »O-Ton« den Beifall für die Gesangsdarbietungen »Es war
Nacht in Bethlehem« und »In einem Stern, der Wege weist«
entgegengenommen hatte, trat der Männerchor wieder hinzu, und zum
Abschluss des hochkarätigen Konzerts sangen alle »Tröstet mein Volk«,
und der Sängerlust-Vorsitzende Martin Kauer spielte dazu auf dem
Klavier.
In Oppenrod kommt Wahrheit per Fernbedienung ans Licht (Gießener Allgemeine vom 20.11.2009)
Auch der russische Geschäftsmann Pustipopow hat es auf die Knete des
Bauern abgesehen und will ihn unbedingt zu einer Kaviarproduktion in
seinen Baggerseen überreden. Er erweist sich als sehr engagiert und ist
zudem einer Liebschaft mit Frischlingers Tochter Kathi nicht abgeneigt.
Haushaltshilfe Anni, die als Einzige den totalen Durchblick behält,
rückt mithilfe einer magischen Fernbedienung Verschiedenes in das
rechte Licht.
Die Akteure sind fast alle in Oppenrod beheimatet, mit Ausnahme von
Walter Heck. Der Gießener kann auf viele Jahre Theatererfahrung
zurückblicken und ist eine Bereicherung für die Gruppe.
Der Kartenvorverkauf findet am Donnerstag, dem 10. Dezember, um 18 Uhr
im Bürgerhaus Oppenrod (Licher Straße 2) statt. Die Karten für die
Samstagsvorstellung kosten 6 Euro. Beginn ist um 19.30 Uhr, Einlass um
19 Uhr. Zur Begrüßung werden beide Chöre des Gesangvereins »Sängerlust«
mit einigen Liedern auf einen vergnüglichen Abend einstimmen. Am
Sonntag werden dies die »Lohwaldlerchen« tun. Einlass ist dann um 13.30
Uhr, Beginn um 14 Uhr und der Eintrittspreis beträgt für Erwachsene 4
Euro. Kinder zahlen die Hälfte. Anschließend werden Kaffee und Kuchen
angeboten.
Ein Forum für gediegene und facettenreiche Chormusik (Gießener Allgemeine vom 15.11.2009)
Das wünschten sich die Veranstalter - die 145jährige Sängervereinigung »Germania« Alten-Buseck - wie auch alle, die zur Begrüßung das Wort ergriffen. Allen voran die »Germania«-Vorsitzende Patricia Steinbach und Bürgermeister Erhard Reinl, für den der Liederabend immer ein Zeichen für die guten Beziehungen der Gesangvereine untereinander ist. Dass die Gesangvereine neue Wege gehen, freute ihn besonders, denn damit werde die Zukunft des Gesangs in der Region langfristig gesichert. Mit ihrer Jugendarbeit seien die Vereine auf dem richtigen Weg. »Buseck ist mit allen seinen Ortsteilen ein singendes Dorf«, so Reinl wörtlich, als er der »Germania«-Vorsitzenden zum »145-Jährigen« die Glückwünsche der Gemeindegremien überbrachte. »Holt liebe Menschen in unsere Reihen«, appellierte Steinbach. Danach reihte sich ein musikalisches Highlight an das andere.
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»Für jeden etwas« lautet die Devise beim Gesangverein »Sängerlust« Oppenrod. Der konnte zwar mit seinem Kinderchor »Lohwaldlerchen« nicht antreten, zeigte sich aber in seiner ganzen musikalischen Vielfalt unter der Leitung von Matthias Schulze mit dem gemischten Chor und »Day dream lullaby« und »The Ryhtm of Live«, dem Ensemble »O-Ton« und »Old folks at Home« und der »Mikro-Lust« mit »Diesel em Bloud« (nach »King of the Road«).
»Beat-Parade« erfreut vor voll besetzter Limeshalle (Gießener Allgemeine vom 09.11.2009)
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Eröffnet wurde der Abend vom Männerchor des Gastgebers, der unter anderem »Ganz in Weiß« und »Willenlos« zu Gehör brachte. Es folgten der Männerchor »Frohsinn« Langgöns (Chorleiter Hans Kaspar Scharf/«HKS«), der etwa mit »Down by the Riverside« - Bender: »Die Bachagasse nobb« - gefiel sowie die ebenfalls von »HKS« geleiteten »Village Voices« Habitzheim mit »The lion sleeps tonight«. Der Gemischte Chor »Offbeat« des Gesangvereins »Eintracht Adam Isheim« intonierte unter anderem »California Dreamin’« (begleitet von Annabelle Ebbert /Querflöte), »O-Ton Oppenrod« (Leitung Matthias Schulze) »Wann wird’s mal wieder richtig Sommer«. Bevor es in die Pause ging, gab es mit dem Auftritt Tanzgruppe der GBK Grüningen (Leitung Natascha Steinberg) etwas fürs Auge.
»Hans Kaspar Scharf ist einfach der Beste«, das unterstrichen »Britta, die Gogos und der fette Background-Chor« (Britta Hansmann und Co.) zu Beginn des zweiten Teils zur Überraschung für den Chorleiter, der vor der Bühne Platz nehmen musste, anschließend auf die Bühne kam und sich Küsschen und Rosen der Sängerinnen abholen musste. Nicht nur der Chorleiter war begeistert von der gelungenen Aktion.
Weiter ging’s mit den Auftritten von »Quer beat« aus Ober-Hörgern (Heidrun Schwarz), der unter anderem mit »I will follow him« gefiel, sowie dem fünfköpfigen Ensemble »Mikrolust« Oppenrod (Matthias Schulze), das etwa »Frisch gesungen« (aus den 1870-er Jahren) darbot. Dass die »Grüninger Schoppepetzer« (Leitung »HKS«) nicht nur gute Trinker, sondern auch gute Sänger sind, bewiesen sie mit ihrem Auftritt, bei dem auch »Silence ist golden« zu Gehör gebracht wurde. Begeisterung löste Alfred Schmidt aus, der »Oh Katrin« solo sang, während seine Kollegen den Backgroundchor bildeten. Der Männerchor des Gastgebers gab sodann die Udo Jürgens-Hits wie »Merci Chérie« oder »Ich war noch niemals in New York« zum Besten. 80 Sängerinnen und Sänger standen schließlich auf der Bühne, als der Gemischte Chor »Offbeat« Grüningen zusammen mit »Village Voices« Habitzheim zu einem gelungenen ABBA-Medley einlud und erst nach einer Zugabe verabschiedet wurden. Vorsitzender Roland Müller dankte allen, die an dem Abend beteiligt waren - vor allem dem Chorleiter.


